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Da 100G-Ethernet zum Rückgrat von Rechenzentren, Telekommunikationsnetzen und Unternehmensinfrastrukturen wird, ist das Verständnis der Leistungsfähigkeit verschiedener optischer Standards unerlässlich. Dazu gehören unter anderem: 100GBASE-LR4 zeichnet sich als bewährte Lösung für große Reichweiten aus, die für die Hochgeschwindigkeitsübertragung über Singlemode-Fasern (SMF) bis zu 10 km ausgelegt ist.
100GBASE-LR4 basiert auf dem QSFP28-Formfaktor und verwendet einen Duplex-LC-Stecker, wodurch es mit modernen Switching- und Routing-Plattformen weitgehend kompatibel ist. Die Kerntechnologie beruht auf 4×25G LAN Wavelength Division Multiplexing (WDM), bei dem vier optische Signale gleichzeitig über unterschiedliche Wellenlängen im O-Band (um 1310 nm) übertragen werden. Dieses Multi-Lane-Design ermöglicht eine stabile Datenübertragung mit hoher Kapazität und gewährleistet gleichzeitig eine hohe Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern.
Im Vergleich zu neueren 100G-Optiken mit einer einzigen Lambda-Welle stellt LR4 eine ausgereifte und standardisierte Architektur dar, die in Anwendungen mit großer Reichweite weit verbreitet ist. Sie bleibt eine zuverlässige Wahl für Szenarien, die eine gleichbleibende Leistung über ausgedehnte Glasfaserverbindungen erfordern, wie beispielsweise Rechenzentrumsverbindungen, Campusnetze und Metro-Aggregation.
Das Verständnis von 100GBASE-LR4 beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Kenntnis der grundlegenden Definition. Netzwerktechniker und Systemdesigner benötigen häufig Klarheit über wichtige Aspekte wie:
Dieser Leitfaden bietet eine vollständige Aufschlüsselung von 100GBASE-LR4-SpezifikationenWir helfen Ihnen, sowohl die technischen Details zu verstehen als auch deren Umsetzung in reale Netzwerkdesign-Entscheidungen.
Bevor wir uns mit den detaillierten Spezifikationen befassen, ist es wichtig, die Funktionsweise von 100GBASE-LR4 grundlegend zu verstehen. Dies schafft eine solide Basis für die Interpretation der Parameter und den Vergleich mit anderen optischen 100G-Standards.
100GBASE-LR4 ist eine 100-Gigabit-Ethernet-Standard für optische Transceiver designed für Langstreckenübertragung bis zu 10 km über Singlemode-Faser (SMF)Es wird typischerweise in einem implementiert QSFP28-Formfaktor und benutzt a Duplex-LC-SteckerDadurch wird es zu einer weit verbreiteten und von modernen Switches und Routern unterstützten Lösung.
Im Kern erreicht 100GBASE-LR4 eine Datenübertragung von 100 Gbit/s durch die Nutzung von vier parallelen optischen Kanälen, die jeweils etwa 25 Gbit/s übertragen. Diese Kanäle werden mittels LAN Wavelength Division Multiplexing (LAN WDM) kombiniert, sodass alle vier Signale über ein einziges Faserpaar übertragen werden können.

Die vier optischen Kanäle arbeiten im O-Band, jedem ist eine spezifische Wellenlänge zugeordnet:
Durch dieses Wellenlängenmultiplexing wird eine effiziente Nutzung der Glasfaser ermöglicht, während gleichzeitig die Signalintegrität über große Entfernungen erhalten bleibt.
Die Bezeichnung „LR4“ spiegelt die wichtigsten Merkmale des Standards wider:
Diese Namenskonvention unterscheidet LR4 von anderen Varianten wie DR (500 m), FR (2 km) oder CWDM4 (2 km mit unterschiedlichem Wellenlängenabstand).
100GBASE-LR4 verwendet ein 4×25G-NRZ-Modulationsverfahren in Kombination mit elektroabsorptionsmodulierten Lasern (EML). Diese Architektur ist bekannt für ihre:
Im Gegensatz zu neueren Single-Lambda-100G-Technologien benötigt LR4 keine komplexe PAM4-Modulation, was die Signalverarbeitung in vielen Anwendungsfällen vereinfacht.
In realen Netzwerken wird 100GBASE-LR4 häufig verwendet in:
Da es über Duplex-LC-SMF arbeitet, kann es mit der bestehenden Glasfaserinfrastruktur eingesetzt werden, ohne dass spezielle Verkabelungssysteme erforderlich sind.
Nachdem das Grundkonzept von 100GBASE-LR4 verstanden wurde, werden im nächsten Schritt die wichtigsten Spezifikationen übersichtlich und strukturiert dargestellt. Dieser Abschnitt bietet einen schnellen Überblick über die wichtigsten Parameter und ermöglicht es Ingenieuren und Einkäufern, Kompatibilität, Leistung und Einsatzfähigkeit auf einen Blick zu beurteilen.

| Parameter | 100GBASE-LR4-Spezifikation |
|---|---|
| Formfaktor | QSFP28 |
| Aggregierte Datenrate | 103.125 Gbps |
| Fahrstreifenrate | 4 × 25.78125 Gbit/s |
| Wellenlängen (LAN WDM) | 1295.56 nm, 1300.05 nm, 1304.58 nm, 1309.14 nm |
| Getriebe-Abstand | Bis zu 10 km |
| Fiber | Singlemode-Glasfaser (SMF, G.652) |
| Anschlusstyp | Duplex LC/UPC |
| Laser-Art | EML (Elektroabsorptionsmodulierter Laser) |
| Modulationsformat | NRZ (Non-Return to Zero) |
| Energieverbrauch | Typischerweise 3.5 W – 4.5 W |
| Umgebungstemperaturbereich | 0 °C bis 70 °C (kommerziell), -40 °C bis 85 °C (industriell) |
| Diagnose | DDM / DOM (Digitale Diagnoseüberwachung) |
| Einhaltung von Standards | IEEE 802.3ba, QSFP28 MSA |
Jeder der oben genannten Parameter hat direkte Auswirkungen auf die praktische Anwendung:
Diese strukturierte Übersicht soll einen vollständigen und dennoch schnell erfassbaren Überblick über 100GBASE-LR4 bieten und so den Vergleich mit anderen optischen 100G-Standards in den folgenden Abschnitten erleichtern.
Das Verständnis der Spezifikationstabelle ist nur ein Teil des Ganzen. Um festzustellen, ob ein 100GBASE-LR4-Modul in Ihrem Netzwerk tatsächlich funktioniert, müssen Sie seine optischen Parameter praxisnah interpretieren. Dieser Abschnitt übersetzt wichtige Datenblattwerte in praktische Anwendungshinweise, damit Sie die Glasfaserkompatibilität und die Verbindungszuverlässigkeit schnell beurteilen können.
Die Sendeleistung bezieht sich auf die optische Signalstärke, die vom Sender auf jeder Spur ausgesendet wird.
Hinweis zur Implementierung: Wenn Ihre Glasfaserverbindung Patchpanels, Steckverbinder oder Spleiße umfasst, stellt eine ausreichende Sendeleistung sicher, dass das Signal auch nach Verlusten noch den Empfänger erreicht.
Die Empfängerempfindlichkeit definiert die minimale optische Leistung, die erforderlich ist, damit der Empfänger das Signal korrekt erkennt.
Einsatzhinweis: Dies legt die untere Grenze Ihres akzeptablen Signals fest, nachdem alle Verluste berücksichtigt wurden.
Empfängerüberlastung ist die maximale optische Leistung, die der Empfänger ohne Verzerrungen verarbeiten kann.
Hinweis zur Implementierung: Bei Verbindungen über kurze Distanzen (z. B. < 1 km) benötigen Sie möglicherweise optische Dämpfungsglieder, um eine Überlastung zu vermeiden.
Die Link-Budget-Berechnung stellt den gesamten optischen Verlust dar, den ein System tolerieren kann, um dennoch eine zuverlässige Verbindung aufrechtzuerhalten.
Wie Linkbudget funktioniert
In einfachen Worten:
Linkbudget = Maximal zulässiger Signalverlust zwischen Sender und Empfänger
Dieser Verlust umfasst:
Beispielrechnung für eine 100GBASE-LR4-Verbindung:
Da dies innerhalb des 6.3-dB-Budgets liegt, sollte die Verbindung zuverlässig funktionieren.
Um eine stabile 100GBASE-LR4-Verbindung zu gewährleisten:
Warum dies wichtig ist
Diese optischen Parameter sind nicht nur theoretische Werte – sie bestimmen direkt, ob Ihre Verbindung funktioniert:
Durch das Verständnis von Sendeleistung, Empfindlichkeit, Überlastung und Linkbudget können Sie sicher beurteilen, ob 100GBASE-LR4 für Ihre spezifische Glasfaserinfrastruktur geeignet ist, und so kostspielige Bereitstellungsprobleme und spätere Fehlersuche vermeiden.
Nachdem die Spezifikationen und das optische Verhalten von 100GBASE-LR4 verstanden wurden, erfolgt der nächste Schritt: der Vergleich mit anderen gängigen optischen 100G-Standards. Bei realen Implementierungen hängt die Wahl des richtigen Moduls nicht nur von der Geschwindigkeit ab, sondern auch von Entfernung, Architektur, Kosten und Kompatibilität.

Der wichtigste Unterschied, den es zu verstehen gilt, ist folgender:
100GBASE-LR4 verwendet ein 4-Wellenlängen-WDM-Design (4×25G) für eine Reichweite von 10 km, während neuere LR/DR/FR-Module typischerweise Einzelwellenlängen-Lösungen (Einzel-Lambda) sind, und CWDM4 ist eine 4-Wellenlängen-Alternative mit geringerer Reichweite.
| Standard | Reichweite | schaffen | Wellenlängendesign | Anschluss | Typischer Anwendungsfall |
|---|---|---|---|---|---|
| 100GBASE-LR4 | 10 km | 4×25G NRZ | 4 Wellenlängen (LAN WDM) | Duplex-LC | SMF-Langstreckenverbindungen |
| 100GBASE-LR (LR1) | 10 km | PAM4 | Einzelne Wellenlänge (~1310 nm) | Duplex-LC | Neuere 10-km-Einsätze |
| 100GBASE-DR | 500 m | PAM4 | Einzelne Wellenlänge (~1310 nm) | Duplex-LC | Rechenzentrumsverbindung (kurze Reichweite) |
| 100GBASE-FR | 2 km | PAM4 | Einzelne Wellenlänge (~1310 nm) | Duplex-LC | Campus / kurze U-Bahn-Anbindung |
| 100GBASE-CWDM4 | 2 km | 4×25G NRZ | 4 Wellenlängen (CWDM-Gitter) | Duplex-LC | Kostengünstige Kurzstreckenreichweite |
Obwohl beide eine Reichweite von 10 km unterstützen, unterscheiden sich LR4 und LR grundlegend:
Wichtigste Erkenntnis: Sie sind nicht interoperabel, obwohl die Entfernung gleich ist.
Wichtigste Erkenntnis: Wenn Ihre Verbindung länger als 2 km ist, wird LR4 zur praktischen Standardoption.
Sowohl LR4 als auch CWDM4 verwenden 4-spurige WDM-Architekturen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele:
Wichtigste Erkenntnis: Wählen Sie CWDM4 für kostensensible Kurzstrecken und LR4 für größere Entfernungen.
Praktische Auswahlrichtlinien
Bei der Wahl zwischen diesen Standards:
Warum dieser Vergleich wichtig ist
In realen Einsatzszenarien entstehen viele Verbindungsprobleme durch falsche Modulauswahl oder fehlerhafte Kompatibilitätsannahmen. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft Ihnen dabei:
Durch die klare Unterscheidung von LR4 gegenüber LR, DR, FR und CWDM4 können Sie auf Basis tatsächlicher Netzwerkanforderungen und nicht nur anhand von Datenblattbezeichnungen fundierte, einsatzbereite Entscheidungen treffen.
Nach dem Vergleich von 100GBASE-LR4 mit anderen Standards ist der nächste entscheidende Schritt die Sicherstellung der korrekten Funktion in Ihrer tatsächlichen Netzwerkumgebung. Viele Probleme in der Praxis werden nicht durch das Modul selbst verursacht, sondern durch Kompatibilitätsprobleme, falsche Erwartungen an die FEC oder übersehene Implementierungsdetails.

Dieser Abschnitt konzentriert sich auf praktische Hinweise, die Ihnen helfen sollen, häufige Fehler zu vermeiden.
Die wichtigste Regel lautet:
100GBASE-LR4 muss mit einem anderen LR4-Modul unter Verwendung desselben Standards verbunden werden.
Selbst wenn zwei Module den gleichen Stecker (Duplex LC) und Fasertyp (SMF) verwenden, sind sie nicht unbedingt interoperabel.
Wichtigste Erkenntnis: Die Übereinstimmung von Formfaktor (QSFP28) und Stecker (LC) reicht nicht aus. Der optische Standard muss exakt übereinstimmen.
Auch bei Verwendung des richtigen Modultyps muss der Switch oder Router LR4-Optiken unterstützen.
Was ist am Host-Gerät zu überprüfen?
Praktischer Tipp: Wenn ein Modul nicht erkannt wird, überprüfen Sie die Geräteprotokolle oder DOM-Werte, bevor Sie von einem Hardwarefehler ausgehen.
Das Verhalten von FEC ist eine häufige Quelle der Verwirrung.
Wenn Sie unterschiedliche Modultypen anschließen oder FEC falsch konfigurieren:
Praktischer Tipp: Überprüfen Sie immer, ob FEC an Ihren Switch-Ports aktiviert, deaktiviert oder automatisch ausgehandelt ist, insbesondere beim Mischen von Umgebungen.
Um eine reibungslose 100GBASE-LR4-Implementierung zu gewährleisten:
Falls Ihre LR4-Verbindung nicht funktioniert:
In der Praxis lassen sich die meisten Implementierungsprobleme auf Kompatibilitätsannahmen oder übersehene Konfigurationsdetails zurückführen. Indem Sie verstehen, wie LR4 mit Ihrer Hardware, Ihrem Glasfasernetz und Ihren Systemeinstellungen interagiert, können Sie:
Dieses praktische Bewusstsein setzt Spezifikationswissen in reale Zuverlässigkeit um, und genau darauf kommt es letztendlich bei jeder 100G-Implementierung an.
Mit einer Reichweite von 10 km über Singlemode-Faser (SMF) und Duplex-LC-Schnittstelle ist 100GBASE-LR4 für Szenarien konzipiert, in denen Entfernung, Stabilität und Interoperabilität entscheidend sind. Dank seiner 4×25G-WDM-Architektur eignet es sich besonders für Umgebungen, die eine zuverlässige Langstreckenverbindung ohne Änderung der bestehenden Glasfaserinfrastruktur erfordern.

Nachfolgend sind die häufigsten Anwendungsbereiche aus der Praxis aufgeführt, in denen 100GBASE-LR4 weit verbreitet ist.
Einer der Hauptanwendungsfälle für 100GBASE-LR4 ist die Verbindung mehrerer Rechenzentren über Campusgelände oder Ballungsräume hinweg.
Warum LR4 geeignet ist: Es bietet die für DCI benötigte Reichweite, ohne dass komplexere kohärente Optiken erforderlich sind.
In großen Unternehmensumgebungen ist häufig eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen den Gebäuden erforderlich.
Warum LR4 geeignet ist: Seine Reichweite von 10 km gewährleistet die Abdeckung großer Campusgelände bei gleichzeitig einfacher LC-Konnektivität.
In Telekommunikationsumgebungen wird 100GBASE-LR4 häufig auf der Clientseite von Transportnetzen eingesetzt.
Warum LR4 geeignet ist: Es bietet eine kostengünstige Lösung mit großer Reichweite, ohne dass spezielle DWDM-Systeme erforderlich sind.
Mit zunehmender Größe von Netzwerken benötigen Aggregationsschichten eine höhere Bandbreite über größere Entfernungen.
Warum LR4 geeignet ist: Die Kombination aus Reichweite und Zuverlässigkeit macht es für Verbindungen auf Backbone-Ebene geeignet.
In Umgebungen wie Industrieparks, intelligenten Campusgeländen oder großen Anlagen:
Warum LR4 geeignet ist: Es bietet robuste Leistung über große Entfernungen mit Standardfaser und einfacher Konnektivität.
In all diesen Szenarien bleiben die wichtigsten Vorteile gleich:
Diese Eigenschaften machen 100GBASE-LR4 zu einer praktischen Wahl für jedes Netzwerk, das eine zuverlässige 100G-Konnektivität über Kurzstrecken hinaus benötigt, ohne unnötige Komplexität hinzuzufügen.
Nach Prüfung der Spezifikationen und Vergleiche besteht der letzte Schritt darin, die richtige Wahl für Ihr spezifisches Netzwerkszenario zu treffen. Bei der Auswahl eines 100G-Glasfasermoduls geht es nicht nur um die Geschwindigkeit – Entfernung, Kosten, Architektur und Gerätekompatibilität spielen ebenfalls eine Rolle. Dieser Abschnitt bietet Ihnen eine einfache und praxisnahe Entscheidungshilfe.

Die Entfernung ist der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines 100G-Moduls:
Wichtig: Wenn Ihre Verbindungsanforderung 10 km oder mehr beträgt, ist 100GBASE-LR4 die Standard- und zuverlässige Wahl.
Nicht alle 100G-Module verwenden die gleiche Signalmethode:
Auswahleinblick:
Die Kosten steigen oft mit Reichweite und Komplexität:
Praktische Regel: Überdimensionierung vermeiden. Bei einer Verbindungsstrecke von nur 500 m ist LR4 unnötig. Bei einer Strecke von 8–10 km funktionieren Module mit kürzerer Reichweite nicht zuverlässig.
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf eines Moduls immer Folgendes:
Wichtig: Auch wenn zwei Module äußerlich identisch aussehen, müssen sie dem gleichen optischen Standard entsprechen, um korrekt zu funktionieren.
Auch Ihre bestehende Faseranlage beeinflusst die Entscheidung:
Tipp: Vor der Installation die Faserqualität, die Sauberkeit der Steckverbinder und die Gesamtdämpfung prüfen.
Wenn Ihr Netzwerk eine 100G-Fernverbindung mit bewährter Zuverlässigkeit und breiter Kompatibilität erfordert, ist 100GBASE-LR4 nach wie vor eine der sichersten und am weitesten verbreiteten Optionen.
Indem Sie Ihre Auswahl an Entfernung, Plattformfähigkeit und Einsatzumgebung anpassen, können Sie eine optimale Leistung gewährleisten und gleichzeitig unnötige Kosten oder Kompatibilitätsprobleme vermeiden.

100GBASE-LR4 ist ein optischer 100-Gigabit-Ethernet-Transceiver-Standard für Übertragungsdistanzen von bis zu 10 km über Singlemode-Fasern (SMF). Er verwendet den Formfaktor QSFP28, einen Duplex-LC-Stecker und überträgt Daten über vier 25G-LAN-WDM-Wellenlängen auf einem einzigen Faserpaar.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Übertragungsarchitektur:
Obwohl beide ähnliche Entfernungen (bis zu 10 km) unterstützen, basieren sie auf unterschiedlichen optischen Technologien und sind nicht direkt kompatibel.
Der Hauptunterschied liegt in der Reichweite und der Zielgruppenauslieferung:
Beide nutzen die Single-Lambda-PAM4-Modulation, aber FR erweitert die Reichweite durch ein verbessertes optisches Design.
Beide nutzen die Vier-Wellenlängen-WDM-Technologie, zielen aber auf unterschiedliche Entfernungen ab:
LR4 verwendet einen engeren LAN-WDM-Abstand, während CWDM4 ein breiteres CWDM-Gitter verwendet, wodurch es bei kürzeren Entfernungen kostengünstiger ist.
100GBASE-LR4 verwendet einen Duplex-LC/UPC-Stecker. Dies ist ein weit verbreiteter Glasfasersteckertyp, der separate Sende- und Empfangsfasern für die Vollduplex-Kommunikation über Singlemode-Fasern unterstützt.
100GBASE-LR4 benötigt Singlemode-Fasern (SMF), typischerweise ITU-T G.652-konforme Fasern. Multimode-Fasern werden nicht unterstützt, da LR4 speziell für die Übertragung über große Entfernungen in verlustarmer Singlemode-Infrastruktur entwickelt wurde.
100GBASE-LR4 zählt weiterhin zu den am weitesten verbreiteten und bewährtesten Lösungen für optische 100G-Verbindungen über große Entfernungen. Die Kombination aus 10 km Übertragungsdistanz, Duplex-LC-Schnittstelle und 4×25G LAN WDM-Architektur macht es zu einer stabilen und standardbasierten Option für moderne Hochgeschwindigkeitsnetze.
In der Praxis ist LR4 die richtige Wahl, wenn Sie Folgendes benötigen:
Im Gegensatz zu neueren Single-Lambda-Lösungen wird LR4 weiterhin wegen seiner bewährten Stabilität, breiten Kompatibilität und unkomplizierten Integration in Unternehmens-, Telekommunikations- und Rechenzentrumsumgebungen geschätzt.

Wenn Ihr Netzwerkdesign eine 100G-Konnektivität über große Entfernungen bei minimaler Komplexität und starker Ökosystemunterstützung erfordert, ist 100GBASE-LR4 weiterhin eine sichere und praktikable Wahl. Es bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Leistung, Reichweite und Kompatibilität und erfüllt damit auch heute noch die Anforderungen realer Implementierungen.
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Hier finden Sie zusätzliche Datenblätter, Hinweise zur Kompatibilität und Optionen für optische Module, die Ihnen helfen, die richtige Lösung für Ihre spezifischen Netzwerkanforderungen zu finden.